Vona einem tschechischen Blatt: die Auswanderung und der Mangel an Demokratie stellen die größten Probleme in Ungarn dar





Nicht die illegale Einwanderung sei das größte Problem Ungarns, sondern die Auswanderung der ungarischen Jugendlichen – meinte der Vorsitzende der Jobbik, der Spitzenkandidat der Partei, Gábor Vona beim Interview, das am Montag vom tschechischen liberalen Organ Mladá Fronta Dnes veröffentlicht wurde.

Die Jugendlichen verlassen das Land

Der Parteichef meinte: die Orbán-Regierung wolle bezwecken, dass das einzige Thema der Wahlkampagne die Einwanderung vorherrschen soll. „In der Zwischenzeit erfolgte jedoch, dass mehr als eine halbe Million ungarische Staatsbürger nach Westeuropa u.a. nach Deutschland, England oder Österreich auswanderten. Das ist momentan das größte Problem Ungarns”- stellte Vona fest. Laut Vona passiert dies wegen der aussichtslosen Situation der Jugendlichen in Ungarn.

Seiner Meinung nach sei die ungarische Demokratie bloß ein Schaufensterprodukt ein Schauspiel, Verpackung ohne Inhalt. Anscheinend existierten die demokratischen Institutionen, aber deren Machthaber spielten eine schwindelerregende Partie. „Und an der Spitze des Ganzen steht Viktor Orbán”- erklärte der Politiker.

Orbán behauptet eine „illiberale Demokratie” aufzubauen. Es ist zwar schwer zu sagen, was er damit meint, aber die Tatsachen sprechen für sich. Der Generalstaatsanwalt unternimmt beispielsweise gar nichts gegen die Korruption, obwohl das seine höchste Pflicht wäre – konstatierte Vona.

„Wenn Sie mich also fragen, welche die größten Probleme Ungarns darstellen, so sind unter gesellschaftlichem Aspekt die massenhafte Auswanderung aus dem Land, aus dem politischen hingegen der Mangel an Demokratie zu nennen.” – äußerte sich Gábor Vona.

Der Spitzenkandidat erklärte, dass er mit dem Land die EU nicht verlassen wolle, und schließt die Möglichkeit der Kooperation mit Fidesz oder mit ehemaligen linken Regierungsparteien vollkommen aus. Im Falle eines erfolgreichen Wahlergebnisses für seine Partei könne er sich nur die neugegründeten Parteien als Koalitionspartner vorstellen.

Obzwar als populärste Partei im Moment Fidesz führt, der Anteil der unsicheren Wähler sei sehr groß. Somit würde die Kampagne der letzten drei Monate die Wahlpräferenzen beeinflussen – betonte Vona.

Quelle: alfahir.hu/2017/12/04/vona_gabor_jobbik_elvandorlas_kormanyvaltas_demokracia_valasztas_orban_viktor

 

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