Antidiskriminierungsbeauftragte geißelt Alltagsrassimus





Junge Freiheit

BERLIN. Die Anti-Diskriminierungsbeauftragte des Bundes, Christine Lüders, hat einen „latenten Alltagsrassismus“ in der deutschen Gesellschaft beklagt. „Unsere Forschungen bestätigen, daß beispielsweise jeder vierte Mensch mit Migrationshintergrund rassistische Diskriminierung erlebt hat“, beklagt Lüders im Interview mit der Welt.

Besonders Schwarze litten unter Diskriminierung. „Menschen mit schwarzer Hautfarbe erfahren täglich Diskriminierung – wenn sie in der Bahn permanent kontrolliert werden, wenn sie immer wieder gefragt werden, warum sie so gut Deutsch sprechen.“

Rassebegriff abschaffen

Den Tweet des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier, in dem dieser den Sohn von Boris Becker einen „Halbneger“ nannte, bezeichnete sie als „eindeutig rassistisch“. Zudem sprach sie sich für die Streichung des Wortes Rasse im Grundgesetz aus: „Wir fordern schon lange die Abschaffung des Rassebegriffs.“

In Schulbüchern tauchten immer noch Worte wie „Neger“ auf und manche Busfahrer würden sich weigern, schwarze Fahrgäste zu befördern. Auch sprach sie sich dafür aus, Diskriminierung wegen der Staatsangehörigkeit zu verbieten. Konkret geht es dabei um den Fall der Fluggesellschaft Kuwait Airways, die israelische Passagiere nicht befördern will. (tb)

 

 

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