Umfrage: Özil und Gündogan haben Team geschadet





Junge Freiheit

BERLIN. Die große Mehrheit der Deutschen sieht das Ansehen der Nationalmannschaft durch das Verhalten der Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan beschädigt. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Welt antworteten zwei Drittel (66, 2 Prozent) der Deutschen auf die Frage „Haben Özil und Gündogan durch das Treffen mit dem türkischen Präsident Erdogan dem Ansehen der deutschen Nationalmannschaft geschadet?“ mit „Ja, auf jeden Fall“.

Weitere 16,7 Prozent antworteten mit „Eher ja“. Somit glauben 82,9 Prozent der Bundesbürger, daß beide ihrer Mannschaft geschadet haben. 11, 8 Prozent verneinten dies.
Auch unter den Parteianhängern ist die Meinung zu dem Vorfall eindeutig. 80,6 Prozent der AfD-Anhänger, 66,8 Prozent der Unionsanhänger und 64,5 Prozent der FDP-Wähler kritisieren das Treffen der beiden Spieler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Selbst unter den Unterstützern der Linkspartei glauben 56,8 Prozent, daß die beiden türkischstämmigen Spieler ihrem Team damit geschadet haben.

Kritik vom DFB-Präsidenten

Eine Kluft offenbart sich in der Befragung zwischen Alt und Jung. 71,2 Prozent der über 65jährigen sehen das Ansehen der deutschen Nationalmannschaft dadurch beschädigt. 59,4 Prozent der volljährigen Unter-30jährigen finden das nicht.

Die beiden Fußballer hatten sich in einem Londoner Hotel mit dem türkischen Präsidenten Erdogan getroffen, mit ihm für ein Foto posiert und ihm ein Trikot ihres jeweiligen Vereins geschenkt. Gündogan, der bei Premier League-Meister Manchester City spielt, signierte zusätzlich noch sein Trikot mit der Aufschrift: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“

Das hatte auch DFB-Präsident Reinhard Grindel kritisiert. „Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden“, schrieb Grindel auf Twitter. Deshalb sei es „nicht gut, daß sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver mißbrauchen lassen“. Der Integrationsarbeit des DFB hätten die beiden Spieler damit keinen Gefallen getan. (tb)

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